Le Hang, stellvertretende Generalsekretärin des vietnamesischen Verbands für Verarbeitung und Export von Meeresfrüchten (VASEP). (Foto: Vietnam+) |
Der Konflikt im Nahen Osten wirkt sich zunehmend auf den Welthandel aus, insbesondere auf Seetransport und Logistikkosten. Für vietnamesische Exporteure sind die Auswirkungen zwar noch nicht direkt auf die Produktion im Inland spürbar, doch steigende Energiepreise sowie höhere Transportkosten und längere Lieferzeiten stellen eine Herausforderung dar.
Besonders betroffen ist die Fischerei- und Meeresfrüchtebranche. Dazu Le Hang, stellvertretende Generalsekretärin des vietnamesischen Verbands für Verarbeitung und Export von Meeresfrüchten (VASEP):
„Der Nahe Osten ist ein wichtiger Markt für vietnamesische Meeresfrüchte wie Thunfisch, Pangasius und Garnelen. Der Konflikt führt jedoch zu steigenden Energie- und Treibstoffkosten, was die Produktions- und Handelskosten erhöht. Zudem beeinträchtigen Probleme im Seeverkehr Transportzeit und Logistik für Lieferungen aus Vietnam.“
Vu Duc Giang, Vorsitzender des vietnamesischen Textilverbands (VITAS). |
Um darauf zu reagieren, passen viele Unternehmen ihre Transportwege an, planen längere Lieferzeiten ein und diversifizieren ihre Exportmärkte. Neben dem Nahen Osten richten sich viele Firmen verstärkt auf große Märkte wie die USA, die Europäische Union, Japan und Südkorea aus. Einige Unternehmen verändern zudem ihre Produktstruktur und erhöhen den Anteil tiefgekühlter oder weiterverarbeiteter Produkte, um längere Transportzeiten besser zu bewältigen.
Auch die Textil- und Bekleidungsindustrie sucht nach geeigneten Transportlösungen und optimiert Produktionsprozesse, um Kosten zu senken und Verträge einzuhalten. Vu Duc Giang, Vorsitzender des vietnamesischen Textilverbands (VITAS), sagt:
„Unternehmen müssen ihre Produktionsorganisation neu kalkulieren, interne Kosten möglichst reduzieren und gleichzeitig die gestiegenen Transportkosten ausgleichen, um wettbewerbsfähige Preise zu sichern.“
Nguyen Sinh Nhat Tan, stellvertretender Minister für Industrie und Handel. (Foto: Nguyen Long) |
Das Ministerium für Industrie und Handel bewertete, der Konflikt habe bisher keine direkten Auswirkungen auf die Produktion im Inland. Dennoch könnten steigende Transport- und Logistikkosten den Export in Zukunft beeinträchtigen. Nguyen Sinh Nhat Tan, stellvertretender Minister für Industrie und Handel, betont:
„Das Ministerium wird Marktanalysen und Prognosen verstärken, die Regierung beraten und Unternehmen empfehlen, Produktions- und Exportpläne flexibel anzupassen. Frühwarnsysteme und schnelle politische Reaktionen sind entscheidend, um Risiken zu begrenzen und das Wachstum zu sichern.“
In einem weiterhin unsicheren globalen Handelsumfeld helfen flexible Strategien bei Produktion, Transport und Marktdiversifizierung vietnamesischen Exportfirmen, ihre Aufträge zu sichern und ihre internationale Marktposition zu halten.
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