In der Blütezeit lieferte die Gemeinde Phu Tho jedes Jahr dem Markt mehr als 360.000 Produkte. (Foto: Kim Loan/VOV-Verkehrskanal) |
In der Gemeinde Phu Tho sind überall Tonöfen zu sehen, die unter Sonnenlicht getrocknet sind. Früher brachten Händler täglich mit Booten diese Produkte zum Verkauf in anderen Provinzen Can Tho, Vinh Long und Hau Giang, sagt der Besitzer einer Produktionsstätte in der Gemeinde Phu Tho der Provinz An Giang, Nguyen Van Do:
„Ich bin die dritte Generation, die die Ca-rang-Tonöfen produziert. Die Handwerker der Produktionsstätte sind in meinem Alter. Trotz des wenigen Gewinns verfolge ich noch diesen Beruf. “
In einem Ca-rang-Achtformofen kann man Brennholz stecken, das dem Kochen schnelle Hitze bringt. Es gibt verschiedene Ca-rang-Ofenarten, die je nach Größe und Namen unterteilt werden. Sie werden aber durch 18 grundsätzliche Schritte hergestellt, darunter die Mischung von Erden und Aschen, die Gestaltung der Formen und das Brennen innerhalb von mehr als 24 Stunden.
Jeder Schritt übernimmt eine Person, der präzis und völlig per Hand durchgeführt wird. Das Mischungsverhältnis zwischen Erden, Aschen, Reishülsen und Sand ist nach dem „geheimen“ Rezept ausgeglichen, das nur der Besitzer der Produktionsstätte kennt, um schöne Produkte herzustellen. Die Schönheit der Ca-rang-Öfen der Gemeinde Phu Tho wurde überwiegend von den Frauen gemacht. Deshalb verrichten in Phu Tho bis zu 80 Prozent der Frauen diese Arbeit.
Die Blütezeit der Herstellung von Ca-rang-Öfen in der Gemeinde Phu Tho der Provinz An Giang war der Zeitraum 1975-1979. Damals haben in diesem Ort mehr als 100 Haushalte diesen Job betrieben. Dazu der Einheimische Nguyen Van An:
„Die Herstellung der Ca-rang-Öfen existiert bereits seit über 100 Jahren. Früher hat dieser Beruf sich sehr stark entwickelt. Eine große Zahl der Handwerker konnte von diesem Beruf gut leben. Hätte der Staat damals in diesen Beruf investiert, hätte er sich stärker entwickelt.“
Früher konnte jeder Handwerker höchstens 30 Ca-rang-Öfen pro Tag herstellen. Jedes Jahr lieferte die Gemeinde Phu Tho damals dem Markt mehr als 360.000 Produkte. Besonders in der Zeit kurz vor dem Neujahrsfest Tet arbeiteten die Handwerker in Phu Tho rund um die Uhr, um Bestellungen zu erfüllen, erzählt Handwerkerin Tran Ngoc Minh:
„Das ist der traditionelle Beruf meines Großvaters, der meinem Vater und nun mir weitergegeben wurde. Ich mag ihn sehr. Die Produkte sind besonders beim Tetfest sehr gefragt. Viele Familien haben beim Tetfest ihre alten Öfen durch neue Öfen ersetzt.“
Angesichts der Entwicklung der Gesellschaft werden die Ca-rang-Öfen im Mekong-Delta allmählich durch Gas- und Elektroöfen ersetzt. Deswegen ist der Konsummarkt dieser Produkte kleiner geworden. In der Gemeinde Phu Tho beschäftigen sich derzeit lediglich 30 Haushalte mit der Herstellung von Ca-rang-Öfen. Die Händler verkaufen die Ca-rang-Öfen in anderen Provinzen wie Tien Giang, Ca Mau, Soc Trang und Dong Thap. Alle zwei Monate werden die Händler jedes Mal 300 Öfen für den Verkauf holen, gibt die Besitzerin einer Produktionsstätte in der Gemeinde Phu Tho, Nguyen Ngoc Thuong, bekannt:
„Die lokalen Händler holen unsere Produkte für den Verkauf in anderen Gebieten. Der Verkaufspreis ist stabil, der an normalen Tagen und beim Neujahrsfest Tet gleich ist.“
Obwohl die Blütezeit vorbei ist, hat der Ca-rang-Ofen noch eine große geistige Bedeutung. Denn er ist eng mit den Sitten und Bräuchen der Bewohner im Süden verbunden und gilt als eine Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit.
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