Staatspräsident Luong Cuong hält eine Rede bei der hochrangigen Generaldebatte der 80. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. |
An der hochrangigen Generaldebatte nahmen rund 150 Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter internationaler Organisationen teil.
Die durchgehende Botschaft ist die Hervorhebung des Wertes des Friedens
In seiner Rede hob Staatspräsident Luong Cuong hervor, dass die Vereinten Nationen seit 80 Jahren das Symbol für den gemeinsamen Wunsch der Menschheit nach Frieden, Zusammenarbeit und Entwicklung seien. Angesichts neuer Konflikte, Aufrüstung, Unilateralität und nachlassender internationaler Verpflichtungen rief er die internationale Gemeinschaft auf, den Multilateralismus und ein internationales System auf der Grundlage des Völkerrechtes zu fördern.
„Frieden ist sowohl Ziel als auch Voraussetzung für eine stabile, gerechte, demokratische und wohlhabende Zukunft. Wir müssen den Wert des Friedens nicht nur mit Worten, sondern auch mit konkreten Taten würdigen. Alle Staaten müssen das Völkerrecht und die UN-Charta einhalten, die Unabhängigkeit und territoriale Integrität achten, sich nicht einmischen und keine Gewalt anwenden oder androhen, sondern Streitigkeiten friedlich beilegen.“
Vietnam unterstütze alle jüngsten Friedensinitiativen, rufe zu Waffenstillständen, sowie zum Schutz der Zivilbevölkerung und humanitären Zugang auf. Besondere Bedeutung komme regionalen Organisationen zu. So betonte der Staatspräsident die Rolle der ASEAN als Garant für Frieden, Stabilität und freie Schifffahrt im Ostmeer auf Grundlage des Völkerrechtes, einschließlich des UN-Seerechtsübereinkommens von 1982. Mit Blick auf die Zukunft sagt er:
„Wir müssen ein nachhaltiges Entwicklungsmodell aufbauen, das auf digitalem und grünem Wandel beruht. Notwendig sind umfassende Strategien, Investitionen in Forschung, hochwertige Ausbildung und grüne Infrastruktur. Besonders wichtig sind internationale Kooperation bei Technologietransfer und die Mobilisierung grüner Finanzmittel. Der Mensch muss im Zentrum des sozialen Wandels stehen – mit Schwerpunkten auf Armutsbekämpfung, menschenwürdiger Arbeit, sozialer Gerechtigkeit und Inklusion.“
Die 80. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. |
Bekräftigung von Wünschen Vietnams
Der Staatspräsident erinnerte auch an Vietnams eigenen Weg: vom kriegszerstörten, armen und isolierten Land hin zu einem Staat mit mittlerem Einkommen und tiefer internationaler Integration. Trotz künftiger Herausforderungen bekräftigt er:
„Wir haben die Millenniumsziele frühzeitig erreicht und arbeiten an der Umsetzung internationaler Verpflichtungen. Bis 2030 wollen wir ein Entwicklungsland mit moderner Industrie und mittlerem Einkommen im oberen Bereich, bis 2045 ein entwickeltes Land mit hohem Einkommen sein. Als verlässlicher Freund, Partner und verantwortungsbewusstes Mitglied der internationalen Gemeinschaft wird Vietnam gemeinsam mit allen Nationen die gemeinsame Verantwortung tragen, Herausforderungen meistern und die Grundlage für eine friedliche, stabile und nachhaltige Welt schaffen.“
Die Botschaft des vietnamesischen Staatspräsidenten wurde genau zum 48. Jahrestag des vietnamesischen Beitritts zur UNO gesendet. Die Kooperation mit den Vereinten Nationen ist stets ein zentraler Pfeiler der vietnamesischen Außenpolitik und ein Ausdruck des Willens des vietnamesischen Volkes, sich zusammen mit allen Nationen für Frieden, Unabhängigkeit, Demokratie und Entwicklung einzusetzen.
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